Dennis Hopper im Alter von 74 Jahren verstorben.

Am 30.September des vergangenen Jahres wurde in den Medien bekannt gegeben, dass Schauspieler Dennis Hopper in ein Krankenhaus eingeliefert wurde. Zu dem Zeitpunkt wusste man noch nicht weswegen, man hatte nur beobachtet wie er mit Atemmaske übergezogen eingeliefert wurde. Knapp einen Monat später am 29.Oktober meldete sich Hoppers Manager zu Wort und gab bekannt, dass Prostata-Krebs bei dem Darsteller diagnostiziert wurde. Am 23.März wurde berichtet, dass Hopper nur noch 50 Kilo wiegen würde und nicht mehr in der Lage war längeren Konversationen zu folgen. Am 25.März gab sein Anwalt dann bekannt, dass der Darsteller in den nächsten Tagen seinem Krebs erliegen würde.

Dennis Hopper erlag seinem Krebsleiden am 29.Mai 2010. Er verstarb in seinem Haus in Los Angeles. Seine Familie und Freunde waren anwesend.

Sein Debut im Filmbusiness absolvierte Hopper in zwei Filmen an der Seite von James Dean, von dem er ein großer Fan gewesen sein soll. 1955 spielte er an dessen Seite in ‚Rebel Without A Cause‘ und ein Jahr später war er erneut mit James Dean in ‚Giant‘ zu sehen. Bald darauf zog es Dennis Hopper nach New York, wo er ein Studium an der Lee Strasberg Acting School begang. Es folgten Nebenrollen in Filmen wie ‚Babalugats‘, ‚Cool Hand Luke‘ oder die John Wayne Filme ‚The Sons Of Katie Elder‘ und ‚True Grit‘.

1969 dürfte ein entscheidenes Jahr für den Schauspieler gewesen sein. Gemeinsam mit Peter Fonda, Terry Southern und Jack Nicholson spielte er nicht nur eine der Hauptrollen, sondern führte auch Regie. In dem Film spielt er Billy, der gemeinsam mit seinem Freund Wyatt durch ihre Rauschgiftgeschäfte das nötige Geld verdienen um sich ihren Traum zu verwirklichen. Sie wollen eine Motorradtour quer durch die USA machen um am Karneval in New Orleans teilzunehmen. Der Film brachte Dennis Hopper bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes einen Sieg in der Kategorie ‚Bestes Erstlingswerk‘. Bei der Oscarverleihung blieb es bei zwei Nominierungen: Für Jack Nicholson als besten Nebendarsteller und für das beste Originaldrehbuch.

1971 veröffentlichte Hopper den Film ‚The Last Movie‘. Natürlich erwartete jeder einen ähnlichen Erfolg wie ‚Easy Rider‘ es gewesen war. Die Erstaufführung erfolgte auf dem Venice Film Festival. In den USA enttäuschte der Film dann sowohl Zuschauer als auch Kritiker, waren die Erwartungen doch zu hoch gesetzt. Für eine Nachberarbeitung des Filmes verschanzte Hopper sich in New Mexico, wo er fast ein ganzes Jahr verweilte. Dort heiratete er im Oktober 1970 Michelle Phillips, die aber eine Woche später bereits wieder die Scheidung einreichte. Grund sollen seine gewalttätigen Übergriffe und diverse Suchtprobleme gewesen sein. Seinen Lebensstil konnte Hopper dabei aufrecht erhalten, indem er in mehreren Low-Budget Filmen mitwirkte. So verkörperte er in den 70er Jahren immer wieder die Figur eines gequälten Wahnsinnigen (‚Mad Dog Morgan‘, ‚Tracks‘, ‚The American Friend‘).

Seine Rückkehr zum Mainstream Kino feierte Hopper mit seiner Rolle in Francis Ford Coppola’s Blockbuster ‚Apocalypse Now‘ (1979). Auch sein darauffolgender Film ‚Out Of The Blue‘ fand positive Beachtung, kehrte er hier doch auch zurück in den Regiestuhl. Neben ‚Cracker‘ war er außerdem in ‚Human Highway‘ zu sehen, wo es während der Produktion immer wieder zu Verzögerungen aufgrund des unzuverlässigen Hopper gekommen sein soll. Zu diesem Zeitpunkt soll der Kokain Konsum des Schauspielers circa drei Gramm pro Tag betragen haben. Dabei soll es aber nicht geblieben sein. Zusätzlich konsumierte Hopper reichlich Bier, Marijuana und Cuba Libres.

Nach einem Selbstmordversuch – oder wie man sagt, einem schlichtweg verrückten Vorhaben – bei dem Hopper eine Kunstaufführung vollführen wollte, die einen Sarg und siebzehn Dynamitstangen beinhaltete, verschwand der Schauspieler in der mexikanischen Wüste um sich später in eine Entzugsklinik einzuweisen. Während dieser Zeit spielte er in den Filmen ‚Rumble Fish‘ (1983) und ‚The Osterman Weekend‘ (1983) mit. Aber ein erneutes Aufleben seiner Karriere konnte er erst durch die Rolle des Frank Booth in David Lynch’s ‚Blue Velvet‘ erwirken. Während Hopper für diesen Film mit einer Golden Globe Nominierung belohnt wurde, erntete er für sein darauffolgendes Engagement in ‚Hoosiers‘ eine Oscarnominierung als bester Nebendarsteller. 1988 führte Dennis Hopper bei dem Film ‚Colors‘ erneut Regie und wurde später für seinen 1991er Fernsehfilm ‚Paris Trout And Doublecrossed‘ für einen Emmy nominiert.

Dann folgte ein Flop an den Kinokassen, bei den Zuschauern und bei den Kritikern. Mit seiner Rolle als King Koopa in der Videospieleverfilmung ‚Super Mario Bros.‘ aus dem Jahre 1993 machte er keinen Glücksgriff. Trotz des Misserfolges wurde Dennis Hopper in den Folgejahren immer wieder gerne als Bösewicht eingesetzt, so z.B. als Gegenspieler von Keanu Reeves und Sandra Bullock in ‚Speed‘ oder als Nemesis von Kevin Costner in ‚Waterworld‘. Seinen letzten Auftritt auf der großen Leinwand absolvierte Dennis Hopper 2008 neben Sir Ben Kingsley, Debbie Harry und Penelope Cruz in dem Film ‚Elegy‘.

Am 26.März 2010 erhielt Dennis Hopper einen Stern auf dem Walk of Fame vor dem Grauman’s Chinese Theater am Hollywood Boulevard. Der Zeremonie wohnten seinen Freunde Jack Nicholson, Viggo Mortensen, David Lynch, Michael Madsen sowie seine Familie und Fans bei.

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