MTV Movie Awards 2010 – Die Gewinner

Am vergangenen Sonntag wurden die MTV Movie Awards 2010 verliehen. Neben interessanten musikalischen Auftritten von Katy Perry, die von Snoop Dogg und einem knallbunten Bühnenbild unterstützt wurde, bewies auch Christina Aguilera einmal mehr, dass sie das Potential hat zur nächsten Madonna zu avancieren. Beim Anschauen der Movie Awards ist auch dieses Mal aufgefallen, dass die Veranstaltung wie die kompremierte, schnell durchgespielte, irgendwie damit auch unterhaltsamere Version der Academy Awards darstellt. Es ist die Veranstaltung, die man mit der Verjüngungskur der Oscar Verleihung immer wieder versucht zu präsentieren, es aber nicht auf einem Niveau schafft, auf dem MTV es präsentiert. Natürlich muss angezweifelt werden ob die Gewinner der Movie Awards ihre Trophäen wirklich verdient haben, hier beweist die Academy dann doch immer den etwas besseren Geschmack.

Die 19.Auflage der Movie Awards wurde in diesem Jahr von Aziz Ansari präsentiert, den man aus kleinen Rollen in Filmen wie ‚Wie das Leben so spielt‘, ‚Shopping-Center King‘ oder ‚Trauzeuge gesucht‘ kennen könnte. In den USA ist er vor allem durch sein Mitwirken als Hauptdarsteller in der Fernsehserie ‚Parks and Recreation‘ bekannt. Aber das Rampenlicht wurde ihm sowieso von Tom Cruise gestohlen, der in zwei Auftritten seine ‚Tropic Thunder‘ Figur Les Grossman wiederaufleben ließ. Dabei präsentierte er in einem Sketch Taylor Lautner und Robert Pattinson in ihren neuesten Film ‚Bad Ass Cops‘.

Der erste Awards wurde präsentiert von den Darstellern des Filmes ‚Kindsköpfe‘ (Adam Sandler, Rob Schneider, Kevin James, Chris Rock und David Spade. Sie durften Kristen Steward die Popcorntüte (der MTV Movie Award) in der Kategorie ‚Best Female Performance‘ für ihre Darstellung der Bella Swan im zweiten Teil der Twilight-Saga ‚New Moon‘ überreichen. ‚Twilight‘-Filmkollegin Anna Kendrick bekam direkt danach einen Award als ‚Best Breakout Star‘ überreicht. Allerdings für ihren Auftritt in Jason Reitman’s ‚Up In The Air‘. Ihr wurde die Trophäe von Jonah Hill, Russell Brand und Sean Combs überreicht, die damit zeitgleich ihren Film ‚Männertrip‘ promoten konnten.

Der nächste Award wurde dann überreicht von ‚Dinner for Schmucks‘ Darstellern Paul Rudd und Steve Carrell. Sie zeichneten die ‚Best Scared As Shit‘ Performance aus, die sich Amanda Seyfried für ‚Jennifer’s Body‘ abholen durfe. Es folgte die Weltexklusive Premiere eines kleinen Teasers für den kommenden ersten Teil von ‚Harry Potter und die Heiligtümer des Todes‘.

Weiter mit den beiden ‚A-Team‘ Darstellern Bradley Cooper und Jessica Alba (warum hat man nicht Sharlto Copley auch mit auf die Bühne geholt, er war zumindest im Publikum), die den ‚Best Kiss‘ auszeichneten, der natürlich ebenfalls an ‚New Moon‘, also an Kristen Stewart und Robert Pattinson ging. Die nächste Trophäe war bereits im Vorfeld bekannt gegeben worden, wie es immer der Fall ist bei dem sogenannten ‚Generations Award‘, eine Art Auszeichnung für das Lebenswerk. In diesem Jahr wurde Sandra Bullock die Ehre zu Teil, diese Auszeichnung entgegen zu nehmen. Das ‚Golden Girl‘ Betty White und ihr ‚Verrrückt nach Steve‘ Filmpartner Bradley Cooper, sowie Scarlett Johansson überreichten den ‚Generation Award‘ und für die Fans gab es noch einen Kuss zwischen Sandra und Scarlett – lustiger wäre Betty White als Kusspartnerin gewesen.

Michael Cera, Anna Kendrick, Kieran Culkin und Aubrey Plaza aus ‚Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt‘ gaben den ‚Wtf Moment‘ bekannt, der an Ken Jeong für ‚The Hangover‘ ging. Dieser schien sichtlich gerüht von der Trophäe und war den Tränen nahe als er sich bei der Unterstützung seiner Frau bedankte, die nun seit zwei Jahren den Krebs besiegt habe. Da hat er direkt einen weiteren, rührenden ‚Wtf Moment‘ hingelegt. Nun durften Mark Wahlberg und Will Farrell (Hauptdarsteller der Komödie ‚The Other Guys‘) an Seilen von der Decke hängen, während unter ihnen Dwayne Johnson, Samuel L. Jackson und Eva Mendez den ‚Best Villain‘, also Bösewicht auszeichneten. Hier durfte sich Tom Felton für ‚Harry Potter und der Halbblutprinz‘ über den Sieg freuen. Jackie Chan und Jayden Smith aus ‚Karate Kid‘ überreichten daraufhin noch fix Rain den Award als ‚Biggest Badass Star‘ – eine Auszeichnung für den besten Actionhelden – für seine Kämpfe in ‚Ninja Assassin‘. Und weiter mit einem Umkreischten weiteren Exklusive Clip aus dem nächsten Teil der Twilight-Saga: ‚Eclipse‘.

Das nächste Duo auf der Bühne waren Jessica Alba (‚The Killer Inside Me‘) und Vanessa Hudgens (‚Beastly‘) die für die Auszeichnung der ‚Best Male Performance‘ verantwortlich waren. Und wieder durfte sich ‚New Moon‘ in Form von Robert Pattinson über einen Sieg freuen, der ganz unbemerkt am Rande auch direkt noch eine zweite Popcorntrophäe als ‚Global Superstar‘ überreicht bekam. Dann schnell noch den Award für ‚Best Comedic Performance‘ an Zack Galifianakis für ‚The Hangover‘ überreicht (von Zac Efron) und dann auf zum wichtigsten Teil der Veranstaltung: Dem besten Film des Jahres, dem ‚Best Movie‘ Award. Hierfür liesen sich Tom Cruise (diesmal nicht als Les Grossman) und eine ziemlich alt aussehende und recht faltige (vielleicht wirkte das neben den ganzen Jungdarstellern aber auch einfach nur so) Cameron Diaz auf der Bühen blicken. Sie hatte dann die große Ehre die Überraschung schlechthin zu präsentieren: bester Film wurde ‚New Moon‘.

Damit dürfte man die MTV Movie Awards 2010 umtaufen in MTV Twilight Awards. Wie bereits zu Beginn gesagt, die Vergabe der Preise darf an mancher Stelle angezweifelt werden, aber der Unterhaltungswert dieser Show ist weitaus größer als bei den Academy Awards. Vielleicht sollte die Academy mit MTV fusionieren und uns ein Mittelding präsentieren.

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