I Love You, Beth Cooper

HauptplakatDie ewige Geschichte vom Nerd der sich in das hübsche Cheerleader Mädchen seiner Schule verliebt wird wohl immer Stoff für unterschiedlichste Medien sein. Im Fernsehen ist es „The Big Bang Theory“, auf dem Papier „I liebe dich, Beth Cooper“ von Larry Doyle (in Deutschland im Juli 2009 erschienen). Und eben dieser Larry Doyle – ehemaliger Autor für „Die Simpsons“ – hat das Drehbuch zu der Verfilmung seines Romans, dessen englisches Original bereits 2007 auf dem Markt erschienen ist, beigesteuert. Auf dem Regiestuhl hat sich Chris Columbus nieder gelassen, ein Mann der durch seine „Harry Potter“ und „Kevin Allein Zuhaus“ Verfilmungen bekannt geworden ist.

Mit dem Ende der Schulzeit wird hier der Anfang der Handlung eingeläutet. Die Abschlussklasse der Buffalo Grove High School hat sich in der Aula versammelt und wartet auf die Ansprache des Klassenbesten Denis Cooverman. Dabei hat niemand von ihnen im Vorfeld eine Ahnung davon, was Denis dort auf der Bühne vortragen würde. Ansonsten hätte sie sicher versucht seinen Auftritt zu vereiteln. Er sieht die verpassten Chancen seiner Schulzeit, hat nie Eigentum zerstört, nie zuviel Alkohol getrunken, keine Faustkämpfe ausgetragen, keine Nächte durchgefeiert und auch nie seinem großen Schwarm offenbart das er in sie verliebt ist. Bild 1Doch das soll sich ab sofort ändern. Er outet Klassenkameraden als Schwul, als Schläger, als Zicken und er gesteht Beth Cooper, dass er seit vielen vielen Jahren in sie verliebt ist. Ihr Freund – ein Möchtegernsöldner, ungefähr fünfmal so groß und breit wie Denis – ist davon natürlich wenig begeistert. Ganz anders sieht es bei Beth Cooper selbst aus. Sie scheint den Außenseiter irgendwie lieb gewonnen zu haben oder den Mut anzuerkennen ihr seine Gefühle auf der Bühne der High School Aula zu offenbaren. Zusammen mit ihren beiden Freundinnen Cammy und Treece taucht sie auf der spontan geplanten Abschlussfeier bei Denis auf. Aber auch Beths Freund Kevin lässt sich nicht lange bitten und zwingt Denis, dessen Kumpel Rich und die drei Damen zur Flucht. Und wenn man gejagt wird, dann macht man einfach die Nacht durch und holt all das nach, was man bisher in seinem Leben verpasst hat.

Bild 2Wir haben hier eine weitere Komödie im Stil von „American Pie“, „Road Trip“ und wie sie nicht alle heißen. Was macht diesen Film also besser als all die Vorgänger? Nichts! Nicht einmal Hayden Panettiere, die dem ein oder anderen durch ihr Cheerleader Dasein in der TV Serie „Heroes“ ein Begriff sein dürfte, kann die Überflüssigkeit dieses Filmes retten. Man fragt sich, an wem es gelegen hat? Hat Autor Larry Doyle es nicht geschafft sein Buch „I Love You, Beth Cooper“ in ein ordentliches Drehbuch umzuschreiben? Hat sich Regisseur Chris Columbus – der bisher mit Filmen wie z.B. „Kevin Allein Zuhaus“, „Mrs.Doubtfire“ oder „Harry Potter und der Stein der Weisen“ eigentlich Erfolge feierte – einfach unterfordert gefühlt? Oder sind es eher bescheidene Darsteller wie Paul Rust, der eine kleine Nebenrolle in „Inglourious Basterds“ hatte und Jack Carpenter („Sydney White“), die in Hauptrollen gesteckt wurden, die sie nicht in einer Sekunde der unerträglichen 106 Minuten füllen können. Es sind so viele Faktoren die da anscheinend zusammenspielen um diesen Film zu einen der vielleicht ungewollt besten Horrorfilmen des Jahres zu machen. Aber als Komödie fällt der Film zu 100% durch. Man hat Mitleid mit Hayden Panettiere, dass sie neben ihrer erfolgreichen Rolle als Claire Bennett in „Heroes“ hier wahrscheinlich einen totalen Image-Schaden einstecken muss. Für die breite Masse lohnt es sich wirklich, den Gang ins Kino einmal ausfallen zu lassen und lieber den Buchladen aufzusuchen um sich „Ich liebe dich, Beth Cooper“ auf dem Papier zuzulegen.

Denis Sasse
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