Solomon Kane

‚Conan the Barbarian‘ oder ‚Conan the Destroyer‘ dürften die bekanntesten Verfilmungen von einer Figur aus der Feder vom amerikanischen Autor Robert E. Howard sein. Dieser galt bis zu seinem Tode 1936 als ein prominenter Vertreter des Fantasy-, Abenteuer- und Horrorgenres. Neben den ‚Conan‘-Figuren, zu denen auch ‚Red Sonja‘ gehört, erschuf er aber auch den britischen Puritaner Solomon Kane, der nun in der gleichnamigen Verfilmung zum Einsatz kommt. Der Film lief Ende August und Anfang September auf dem Fantasy Filmfest in Berlin und weiteren deutschen Städten und erscheint am 7. Oktober direkt auf DVD.

Darsteller James Purefoy (‚Resident Evil‘) ist Solomon Kane, ein brutaler und effizienter Krieger im England des 16. Jahrhunderts. Ausgerüstet mit seinen signifikanten Waffen, seinen Pistolen, seinem Messer und Rapier, kämpfen er und seine Männer für ihr Heimatland. Dabei führt sie ihr Weg auch in eine exotische Stadt in Nordafrika, wo sie von dämonischen Kreaturen angegriffen werden, bis am Ende nur noch Solomon übrig ist und sich dem persönlichen Henker des Teufels entgegenstellen muss. Nachdem es ihm in letzter Sekunde gelingt zu entkommen, ändert sich sein Leben. Er sagt jeder Gewalt ab. Eine Einstellung, die schon bald auf die Probe gestellt wird, als er merkt das sein England ebenfalls von diesen dämonischen Kreaturen heimgesucht wird, die von einem maskierten Riesen befehligt werden. Solomon Kane zieht aus, um sich nicht nur dem Geheimnis seiner eigenen Familie zu stellen, sondern auch um seine Heimat von den Mächten des Bösen zu befreien.

Der Film erscheint nicht unbedingt im Blockbuster Glanze einer ‚Herr der Ringe‘ Verfilmung, lässt sich anhand der Spezialeffekte aber nicht als eine Direkt-auf-DVD Veröffentlichung identifizieren. Ganz im Gegenteil. ‚Solomon Kane‘ hat weitaus mehr Charme als es Stephen Sommers‘ ‚Van Helsing‘ aus dem Jahre 2004 hatte. An diesem Film kann man sich am ehesten orientieren, möchte man ‚Solomon Kane‘ irgendwo einordnen. Nicht ganz so auf Humor getrimmt wie der vampirjagende Helsing, dennoch in einer Welt voller Hexen, Zombies, Dämonen und Teufelskreaturen angesiedelt, agiert Solomon Kane brutaler, schlachtet ohne Rücksicht auf Verluste. Das 16. Jahrhundert ist finsteres Mittelalter und die Geschichte wird durch dunkle Bilder zu einer wirren Horrorfantasie. Die winterlichen Landschaften tragen ihren Rest zur Inszenierung in kalten Farben bei.

Für seine dritte Regiearbeit hat sich Michael J. Bassett – 2002 ‚Deathwatch‘ und 2006 ‚Wilderness‘ – den Komponisten Klaus Badelt (‚Fluch der Karibik‘) in sein Team geholt um den Score zu ‚Solomon Kane‘ beizusteuern. Eine Entscheidung die neben der Farbgebung der Bilder immens dazu beiträgt, dass die passende Stimmung auf die Zuschauer übertragen wird. Manches Mal verliert man sich in der Musik, vergisst der 104 Minuten langen Handlung zu folgen. Hier und da wird es dann vielleicht auch einfach ein wenig zu biblisch. Die Zuschauer erleben einen typischen Brüderstreit à la Kain gegen Abel, aber auch eine Kreuzigung darf nicht fehlen. Der Glaube spielt eine tragende Rolle im Leben von Solomon Kane, dass thematisiert der Film nicht nur innerhalb der Handlung, sondern auch in den biblischen Bildern.

Neben James Purefoy spielen außerdem der stets amüsante, hier aber durchaus ernst anzusehende Pete Postlethwaite (‚Aeon Flux‘), Jason Flemying (‚Der seltsame Fall des Benjamin Button‘) sowie Max von Sydow (‚Rush Hour 3‘). Man sollte bei ‚Solomon Kane‘ keine Angst haben einen Griff in das DVD Regal zu wagen. Der Film hätte auf der großen Leinwand ebenso gut funktioniert wie er es auf der kleinen Scheibe macht. Es ist keine Neuerfindung des Genres, aber die Atmosphäre, die Musik und die Schauspieler verstehen es, den Film zur netten Abendunterhaltung für Freunde des Fantasyfilms werden zu lassen.

Die DVD steht ab dem 30.September im Verleih, ab dem 7.Oktober dann auch im Verkauf.

3 Kommentare

  1. […] konnte ‘Solomon Kane’ bereits sehen und ab sofort erfahrt ihr hier ob sich der Griff in das DVD Regal […]

  2. Der Trailer sah ja ganz vielversprechend aus, so nach dem Motto „Lord of the rings meets Van Helsing“

    • btw. cooler blog hab dich mal in meine blogroll genommen 🙂


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