‚The A-Team‘

Wie war das noch gleich? „Vor einigen Jahren wurden vier Männer einer militärischen Spezialeinheit wegen eines Verbrechens verurteilt, das sie nicht begangen haben. Sie brachen aus dem Gefängnis aus und tauchten in Los Angeles unter. Seitdem werden sie von der Militärpolizei gejagt, aber sie helfen anderen die in Not sind. Sie wollen nicht so ganz ernst genommen werden, aber ihre Gegner müssen sie ernst nehmen. Also wenn sie einmal ein Problem haben und nicht mehr weiter wissen suchen sie doch das A-Team.“ Dann starten die Fanfaren und nacheinander sehen wir die Gruppenmitglieder des A-Teams. Der Verrückt Murdock, der Schlägertyp B.A.Baracus, der smarte Schönling Face und der Anführer Hannibal. Im deutschen Fernsehen 1987 zum ersten Mal ausgestrahlt, verfolgten Fans der Serie die Abenteuer des A-Teams in fünf Staffeln mit insgesamt 98 Episoden. Viel Zeit ist ins Land verstrichen bis es das A-Team auf die große Leinwand geschafft hat. Aber jetzt sind sie bereit für ein großes Action-Abenteuer.

Die Handlung des Filmes beginnt lange Zeit vor der Handlung der Serie. So erlebt der Kinogänger zuerst die Zusammenstellung des A-Teams, wir sehen wo die Flugangst von B.A. herkommt und es werden noch einige grundlegende Dinge aufgeklärt, bevor man viele Jahre und Missionen später die Mitglieder des A-Teams im Irak Krieg zu sehen bekommt. Im Film schlüpfen natürlich nicht die Originaldarsteller in die altbekannten Rollen. Zumal George Peppard, der ursprüngliche Hannibal, bereits 1994 leider verstorben ist. Seinen Part übernimmt Liam Neeson (‚Chloe‘), der den Satz „Ich liebe es wenn ein Plan funktioniert“ aber ähnlich überzeugend über seine Lippen bekommt. Ihm zur Seite steht Bradley Cooper (‚The Hangover‘) als Templeton ‚Faceman‘ Peck, der Trickbetrüger des Teams. Aus dem Mixed Martial Arts Sport hat man sich die Dienste von Quinton ‚Rampage‘ Jackson gesichert, der den Haudrauf des A-Teams spielen darf. Im Film gibt man B.A. Baracus aber mehr als nur die Flugangst als Last mit auf den Weg, sträubt er sich doch irgendwann gegen körperliche Gewalt. Komplettiert wird das neue A-Team durch den ‚District 9‘ Durchstarter Sharlto Copley, der mit seiner Verrücktheit zwar nicht ganz an Originaldarsteller Dwight Schultz heranreicht, aber immer noch einen sehr guten Job macht. Man darf auch nicht vergessen das diese vier Schauspieler Figuren spielen, die sich über einen langen Zeitraum etabliert haben. Der Film bietet ihnen jedoch nur 117 Minuten um das A-Team in das Jahr 2010 zu transportieren.

In den ersten Minuten, in denen das A-Team zum ersten Mal zusammengestellt wird, erlebt man dann auch gleich die Geschwindigkeit und den Grad der Action die sich durch den Rest des Filmes hindurchziehen wird. Schlag auf Schlag, ohne große Pausen folgt ein schneller Schnitt nach dem Anderen. Bei vielen Actionfilmen würde das wahrscheinlich irgendwann als banal, plump oder einfallslos dargestellt werden, beim A-Team allerdings funktioniert diese Form des Popcornkinos. Jede überzeichnete Szene fügt sich in die Serienvorlage ein, in der man auch nicht immer unbedingt einen Realitätsbezug herzustellen vermochte. So entschuldigt man dem Film auch schnell die bereits aus dem Trailer bekannte Szene, in denen Hannibal, Face, B.A. und Murdock einen Luftkampf in einem Fallschirm-Panzer bestreiten.

So dürfen natürlich auch andere typische Elemente der Serie nicht fehlen und wurden sorgsam in die Kinoversion eingearbeitet. Herumfliegende Autos dürften dabei das markanteste Markenzeichen der Vorlage sein. Aber auch eine musikalisch Unterlegte Passage in der mit technischer Raffinesse herumgebastelt wird, darf natürlich nicht fehlen. Wenn Murdock dann in der Anstalt die 3-D Version der alten A-Team Serie auf einer Leinwand anschaut, wird auch gleich noch der nötige Humor eingebaut, um sowohl über die alte Serie als auch über die wiederaufgekommene 3-D Technologie herzuziehen.

Soviel Gutes man über die Figuren und die Anspielungen auf das Original sagen kann, so wenig darf man allerdings die eigentliche Handlung betrachten, die irgendwann in den Hintergrund gerät. Es ist irgendwann schwer sich noch auf das Geschehen zu konzentrieren, der Handlung zu folgen, hat man doch ein großes Netz aus unterschiedlichsten Parteien geschaffen, die irgendwo alle miteinander verstrickt sind. Lehnt man sich dann allerdings zurück und gibt sich dem Spaß hin den offensichtlich auch die Darsteller hatten, lässt man sich nur noch berieseln, genießt die Action, die Unterhaltung die durch Wortwitz und gutes Zusammenspiel der Darsteller geboten wird, bleibt die Handlung leider nur als Randerscheinung im Gedächtnis.

Denis Sasse

2 Kommentare

  1. […] Und das A-Team wird ab dem 12.August auch in den deutschen Kinos aktiv. Die Kritik zum Film findet ihr ab sofort hier auf filmtogo. […]

  2. […] Und das A-Team wird ab dem 12.August auch in den deutschen Kinos aktiv. Die Kritik zum Film findet ihr ab sofort hier auf filmtogo. […]


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